Klettern am Kochelsee 12.7.

Klettern am Kochelsee 12.7.
Ein neuer Klettergarten hat sich großartig entwickelt: Die Wiesenwand am Kochelsee.

Erst heute ist sie sehr empfehlenswert, früher war das nicht so.

Die Wand gibt es schon länger – aber erst jetzt gibt es Routen in beinah allen Graden. Viele neue Projekte sind entstanden und geklettert worden, manche leichter, mache schwerer. Jedenfalls ist es richtig guter Fels, rau, neu und kaum noch brüchig. Dazu die grüne Wiese und kein Zustieg, daneben kühler Bach und das Bistro vom Campingplatz. Zum See sind es nicht mal 5min mit dem Auto. Das klingt wie Arco in Bayern 🙂

Fahrt: Rosenheim – Wiesenwand in 1 Stunde, wenn die Schnellstraße über Bad Tölz nicht zu voll ist. Und das ist abends immer so. Es ist also nicht zu weit, vor allem, wenn direkt neben der Wand ein sehr schöner Campingplatz am See ist und es in Kochel weit weit mehr Routen gibt und andere Kletterfelsen. Viel zum Bouldern auch, ja sogar zum Deep Water Soloing aktuell im Sommer!

Einen Haken gibt es allerdings: Der Bauer, der die Wiese pachtet, hat so seine Probleme mit den Kletterern. Dazu siehe auch Hinweisschild vor der Wiese. Regeln, damit man weiterhin klettern kann:
– Nicht über den Zaun steigen
– Am Wandfuß bleiben
– Bei Weidebetrieb bitte nicht klettern
Warum? Laut Locals gibt es Kletterer, die den Bauer anschreien, wenn er dort ist. „WIR sind hier die Kletterer, wir machen was wir wollen“. Demgegenüber stehen engagierte Kletterer, die sich für die Wand einsetzen und die aktuelle Nutzung der Wand erreicht haben. Bitte respektiert das.

Uns ist die Wand sehr ans Herz gewachsen. Toller Fels, schöne Routen, schönes Ambiente. Im Sommer ab ca. 15 Uhr im Schatten. Herbst bis Frühjahr in der Sonne auch sehr schön, dann vormittags.

Die Wiesenwand heute:

+ Traumhafter rauher Fels, kein Bruch mehr (nur noch einzeln)
+ Routen von ca. 5 (Neutour) bis 9+ und Projekte (schwerer)
+ kein Zustieg, genug Parkplätze
+ Nebendran die Keltenwand (schwerer und noch schöner, aber nichts fürn Sommer), und die Unteren Seewände
– nicht immer perfekt gebohrt
– Die Einheimischen sind sympathische Kletterer, es gibt allerdings auch anderes Klettervolk dort…
– Mückenspray ab 20 Uhr im Sommer nicht vergessen…

PS
Wer ein bisschen Motorsport im Blut hat: Hinter der Wand führt die Kesselbergstraße hoch zum Walchensee. Ebenso traumhaft: Der Asphalt für Auto und Motorrad! 🙂