Maxi Karrer: Klettern im Warmbad, Kärnten

Maxi Karrer: Klettern im Warmbad, Kärnten

Glück mit den Routen, Pech mit dem Wetter

von Maxi Karrer, Sponsor Sportler Rock & Bloc Team Rosenheim

Als ich das erste Mal in Kärnten, mit dem Rock&Bloc – Team, beim Klettern war, ging es aufgrund des extrem heißen Wetters fast ausschließlich an den Kanzianiberg.
Eines der weiteren Topklettergebiete, das Warmbad, wurde dabei leider nur einmal zur Besichtigung angesteuert. Diese halbe Stunde etwa hat jedoch ausgereicht, um den Wunsch in mir zu wecken, am Warmbad zu klettern!
Diesen Wunsch hatte ich mir nun erfüllt. Mit Enni, einem schlechtem Topo und nur einer vagen Vermutung, wo genau sich die Wand befand, ging es also für 4 Tage nach Villach.
Kein Ahnung ob es einfach nur Glück (oder unser überragender Orientierungssinn… ) war, der uns geholfen hatte. Nach einer kurzen Sucheinheit fanden wir unser Ziel.
Die Wand war genauso wie ich sie in Erinnerung hatte, nur war sie dieses Mal fast vollständig nass .
Egal! Hauptsache KLETTERN. Und das, was möglich war (also nicht total angesoffen) war der Wahnsinn! Eine 1 A Felsqualität. Teilweise recht steile, abwechslungsreiche Leisten- und Sinterkletterei prägten das Bild. Ein wenig erinnerte mich das Warmbad an die Geisterschmiedwand, an der ich vor ein paar Wochen erst „Steel Monkey (8a+/8b)“ im 2.Versuch klettern konnte.
Aufgrund des leider eher dürftigen Topos, es gibt jedoch auch kein anderes, wussten wir anfangs nicht recht in was wir eigentlich einstiegen. Das besserte sich aber im Laufe der Zeit nach Gesprächen mit lokalen Kletterern.
So war ich mit am Ende des zweiten Tages sicher, dass ich Rantanplan (7c+) und Dopingsünder(8a), beide im 2.Versuch, durchgestiegen war.
In der ganzen restlichen Zeit, versuchte ich mich immer wieder an der Route Mr. Warmbad. Eine Traumroute im oberen 10. Grad…. Leider rechte die Zeit nicht aus abzuwarten bis ein wichtiger Schlüsselgriff trocken wurde, um die Route ernsthaft zu versuchen. Aber sicherlich beim nächsten Mal ;)!
Am Ende des Trips beschloss ich mir noch eine weitere Route im Grad (8a) anzusehen. Hätschipätsch gehört meiner Ansicht nach nicht zu den „geschenkten“ Routen. 15 Meter anhaltend schwere und abwechslungsreiche Kletterei mit dem Schlüsselzug zum Tophenkel. Für mich eine der schönsten Touren, die ich in diesem Grad je geklettert bin. Umso besser war das Gefühl, als ich im 2. Go nach einem wahrhaften Zitterdurchstieg den Tophenkel in Händen hielt.