Roadtrip 2016 – Der Fels wartet

Roadtrip 2016 – Der Fels wartet
– von Maxi Karrer –

4405km in 5 Wochen Autofahren. Von Deutschland in die Schweiz. Nach Italien und ab nach Korsika. Sardinien nicht auslassen und zurück nach Korsika um von dort wieder nach Italien zu kommen und ab nach Frankreich. Irgendwann wieder zurück nach Deutschland. Also quasi ein Katzensprung.
Doch es hat sich gelohnt!
Nachdem wir 3 (Valentin, Enni und ich) im letzten Dezember schon in Spanien waren, ging es nun wieder auf einen Trip.

Stop 1: Magic Wood

Den Anfang sollte das Bouldergebiet Magic Wood machen. Der Erste Tag war, entgegen der Wettervorhersage, gleich ein guter Einstieg in die kommenden Wochen. Da jedoch so gut wie nichts trocken war, ging es eher darum die wenigen trockenen Boulder erst einmal zu finden. Boulder bis 7c konnten wir an diesem Tag bouldern. Was man von den kommenden Tagen nicht behaupten kann. Die Schlecht-Wettervorhersage traf ein…. Auf nach Italien!

Stop 2: Oltre Finale

Nach einem Tag Bouldern ging es dann auch schon ab ans Seil. Dieser Stop war zwar anfangs nicht eingeplant, hat sich aber gelohnt! Ich bin im großem und ganzen eigentlich ohne viele Ziele was Kletterleistungen angeht in diesen Trip gegangen. Nur einen kleinen Gedanken hatte ich…. Meine 100 mal 8a und schwieriger voll zu machen. 10 Stück wären dafür noch nötig. Den Anfang machte hierbei „Yucca“ (8a). Gefolgt von „Aloe“ (8a) und „Lupo d`argento“ (8a). Als Belohnung gab es am Abend immer den doch etwas kalten Bach. Hygiene muss dann doch sein 😉

Stop 3: Korsika

Tja… Korsika. Geile Insel, nette Leute, tolles Gebäck und Bunifacio ist definitiv einen Besuch wert. Aber Klettern…. Entweder wir haben die Gebiete nicht gefunden oder die waren nicht gerade der Hammer. Na ja… also nach einem Tag  Auf nach Sardinien!

Stop 4: Sardinien

Sardinien ist zum Klettern einfach nur noch geil. Zu Beginn unseres Inselaufenthaltes ging es nach Cala Gonone. Da zu dieser Zeit auch Schulferien in Deutschland waren, hatten wir die Klettergärten am Strand jedoch nicht wirklich für uns alleine. Aber egal! Vor allem Cala Luna war hierbei sehr beeindruckend. Diesen Traumstrand erreicht man nach einer guten Stunde Fußmarsch (unser Weg), oder gemütlich in 10 Minuten mit dem Boot (der Weg von gefühlt 100.000 anderer Touristen). Diese kamen jedoch im Allgemeinen nur zum chillen und baden. Daher kann es jedoch auch einmal passieren, dass man beim Ablassen mal neben dem ein oder anderem Strandchiller landet, oder nach dem klettern Applaus bekommt! 😀
Nach einigen Tagen Meer beschlossen wir nach Isili weiter zu fahren. Isili liegt im Landesinneren und wird in der Regel nur von wenigen Touristen besucht. Jedoch ist es ein kleines Kletterparadies. Traumhafte überhängende Wände und eine tolle Landschaft. Komischerweise trafen wir hier kaum auf andere Kletterer…. Vielleicht liegt es so rückblickend aber auch daran, dass es die ganze Woche in etwa um die 30 Grad hatte und eigentlich durchgehend die Sonne schien. Man kann sich glaube ich gut genug vorstellen, wie gut die Bedingungen bei einem südseitig ausgerichteten Gebiet sind.
Geil war es trotzdem! In den letzten Tagen auf der Insel fuhren wir noch in den Norden an das Cap. Eine Traumhafte Landschaft erwartete uns hier, übersäht mit Granitblöcken! Da mussten wir einfach noch einmal das Crashpad auspacken!

Stop 5: Buoux

Eines der ältesten Klettergebiete Frankreichs ist Buoux. Klettern der „alten Schule“, eine krasse Umstellung zu Isili. Reibungswandkletterei vom feinsten, mit teilweise interessanten Hakenabständen. Hier steht allerdings auch eine der wohl bekanntesten Sportkletterrouten überhaupt. „La Rose et le Vampire“ mit ihrem berühmten Unterkreuzzug.
3 Klettertage waren für dieses Projekt eingeplant und abschließend muss ich leider sagen ist es nach diesen Tage immer noch ein solches. Tja… einfach mal wieder zu schwach gewesen! Bleibt nur eins zu tun: Auftrainieren und wiederkommen.

Stop 6: Les Gorges du Tarn

Die letzten 4 Wochen hatten wir eigentlich nur traumhaftes Wetter und Sonne. Jetzt hatte auch uns das schlechte Wetter eingeholt. Es wurde kälter und gelegentlicher Regen mischte sich in unseren Tag. Zum Glück sind in der Tarnschlucht die Wände steil 😉
Also gar keine so schlechten Bedingungen. Unteranderem konnte ich „Rasta vaut rien“ (8a+) klettern, welche mein Ziel, 100 mal 8a und härter, erfolgreich beendete. Auch konnte ich hier das erste Mal eine Route im Grad 8b im 2. Go klettern: „Le Viagra c`est pas pour les bras“.
Selbstverständlich bestanden unsere 5 Wochen nicht nur aus Klettern. Es war rund um eine geile Aktion mit bleibenden Eindrücken und tollen Erfahrungen! Mal sehen wo es als nächstes hingeht 😉

Zum Schluss noch ein kleiner Einblick in die sportlichen Leistungen 🙂

– Le Viagra c`est pas pour les bras (8b) 2. Go
– Freak out (8b) 3. Go
– Rasta vaut rien (8a+) 4. Go
– Super Vixens (8a+) 2. Go
– World Musik (8a+) 2. Go
– Sarajevo (8a/8a+) 2. Go
– Hoy me voy (8a) 2. Go
– Wonderland (8a) 2. Go
– Talpe Elettronicke (8a) 3. Go
– Yucca (8a) 3. Go
– Aloe (8a) 3. Go
– Lupo d`argento (8a) 4. Go
– Totem (8a) Flash
– Aube (7c+/8a) 2. Go
– Caffè Surreal (7c+/8a) 2. Go