Tessin Bouldern – Ende Feb. ’18

Tessin Bouldern – Ende Feb. ’18

Gute Conditions im Tessin

Nach wochenlangem warten auf trockenen Fels und gute Bedingungen zum klettern war ich das Warten leid. Andauernd in die Halle und trainieren. Nur um, falls es mal für ein paar Tage trocken bleibt, einsatzbereit zu sein. Das ging fast das gesamte Semester in Erlangen so.

Daraufhin beschloss ich für 10 Tage in das Tessin zu fahren. Nachdem ich noch nie dort war, waren meine Erwartungen hoch und die Motivation noch höher. Auch meine Verletzung am rechten Arm konnte das nicht schmälern, auch wen diese mich im laufe des Trips stark einschränkte.

Anfangs war geplant, dass Max Räuber und ich die erste Hälfte der Zeit draußen schlafen. Doch nach 2 Nächten zogen wir schließlich lieber gleich in eine Wohnung am Lago Maggiore, was die Abende und Ruhetage deutlich angenehmer machte.

Mein Hauptaugenmerk lag darauf einige von den Klassikern in Cresciano, Chironico und Brione zu versuchen. Gleich am ersten Tag gelang mir „La Pelle“ (8a Fb- Bloc) und am Tag darauf konnte ich mir „Backgammon sit“ (8a Fb- Bloc) abholen. Da ich bis vor einiger Zeit noch überwiegend am Seil unterwegs war und noch nicht allzu viele Bouldern gemacht hatte, war ich hiermit schon sehr zufrieden.

Nach einem ausgiebigen Ruhetag ging es nach Brione. Leider war der Boulder den ich hauptsächlich dort versuchen wollte am Ausstieg nass, weshalb ich nun einen Grund mehr habe bald noch einmal dort hin zu fahren. Allerdings konnte gelangen mir in den beiden Tagen in Brione „Molonk“ und „Atlantis“, beide (7c Fb-Bloc).

Nach einem weiteren Tag in Cresciano machte sich meine Verletzung am rechten Arm schließlich wieder bemerkbar. Diese holte ich mir bei einer Übung am Beastmaker, weshalb vor allem Leistenzüge seitdem schmerzhaft sind. Blöd, dass „Kirk Windstein“ (8a Fb-Bloc) eigentlich nur aus Leisten besteht. Aber auch egal. Nach dem Motto, der Bizeps wird schon halten, flog ich im Flashversuch der Stehstartvariante kurz vor dem Ausstieg. Im Versuch darauf klappte der Stehstart, noch einen Go später der Sitzstart. Als nächstes stand der Megaklassiker „Frank`s wild years“ (8a Fb- Bloc) auf dem Programm. Nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten und einem ziehen in meinem Arm, klappte aber dann auch nächste 8a an diesem Tag.

Darauf war ich gezwungen zwei Tage OPause zu machen, da meine Verletzung wieder schlimmer wurde. Aber das war es wert! Jedoch wollte ich nicht für längere Zeit ausfallen und beschloss daher, von da an etwas kürzer zu treten. Zum Abschluss am letzte Tag konnte ich noch einen guten Versuch in „Reiswaffel Mutant“ (7c+/8a Fb- Bloc) setzten und mir so den letzten Boulder dieses Trips abholen.

Jetzt geht es erst einmal an eine schnelle Genesung. In ein paar Wochen geht es schließlich nach Fontainebleau 😉